Präsidentenabend Krebskongress Berlin: Rösler-Rede bei Schokoladen-Pudding

Plötzlich wollten viele Journalisten doch noch schnell eine Karte, aber: Keine Chance. Auf den Präsidentenabend des Deutschen Krebskongresses kommt man nur mit vorheriger Einladung. Nachdem aber Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler am Mittwoch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sein für viele überraschendes Interesse am Nationalen Krebsplan bekundet hatte, wollten natürlich alle wissen, wie er sich die Umsetzung denn vorstellt. Und genau dies versprach der Titel seines Festvortrags für den Abend: “Zukünftige Gesundheitsversorgung für Krebspatienten in Deutschland”.

Um es gleich vorweg zu nehmen (was hat man auch erwartet?): Niemand hat etwas verpasst! Es war ein netter Abend in den Räumen der Deutschen Bank Unter den Linden, das Vier-Gänge-Menü – Büffelmozzarella, Enten-Consommé, Kalbsfilet und Schoko-Mousse – schmackhaft, der Festvortrag des Ministers dann eher wie ein wiederaufgewärmtes Tellergericht vom Mittag.

Zu vielem hat Philipp Rösler sich bekannt, gestanden, dass auch er Angst vor einer Krebserkrankungen habe und ja, der Nationale Krebsplan sei eine gute Sache. Ansonsten nicht viel Konkretes, das hatte sich ja schon in dem Gespräch mit Joachim Müller-Jung in der FAZ angedeutet: Prävention stärken, in dem man “die Verteilung optimiert“. Die Krebsregister vorantreiben, aber “zunächst untersuchen, ob nicht durch eine intelligentere Datenerfassung Geld eingespart werden kann.”

In seinem Vorwort zum Programm des 29. Krebskongresses in Berlin schreibt Philipp Rösler artig, dass er allen Teilnehmern informative Gespräche und erkenntnisreiche Tage wünscht. Er selbst hat jedenfalls nicht dazu beigetragen.

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