NYT: Genentech beliefert US-Abgeordnete mit Stellungnahmen

Lobbyisten des US-Pharmaunternehmens Genentech, das seit Mitte diesen Jahres gänzlich zu Roche gehört, waren äußerst erfolgreich, wie die New  York Times in ihrer Ausgabe vom 15.11. 2009 berichtet.

In den heftigen Debatten um die amerikanische Gesundheitsreform entstammten die Äußerungen von mehr als zwölf der Politiker gänzlich oder in Teilen aus der Feder des Pharmakonzerns.

Bei Genentech selbst schätzt man, dass 42 Kongress-Abgeordnete die vorformulierten Äußerungen übernommen hätten, darunter 22 Republikaner und 20 Demokraten.

Verteilt wurden die Statements per Mail, als eine Quelle gilt die Rechtsanwaltskanzlei Sonnenschein Nath & Rosenthal. In einer Mail vom 5. November 2009 – zwei Tage vor der Wahl im Kongress – schreibt Todd M. Weiss, Geschäftsführender Gesellschafter, Senior Managing Director bei Sonnenschein: “We are trying to secure as many House R’s and D’s to offer this/these statements for the record as humanly possible.” ……

Den Chef der Genentech-Niederlassung in Washington, Evan Morris, zitierte die Zeitung mit den Worten, es bestünde kein Zusammenhang zwischen den Zuwendungen und den Stellungnahmen.

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