USA: Pillen-Preise schon mal vorsorglich erhöht?

Die Preise für patentgeschützte Arzneimittel in den USA sind in den vergangenen zwölf Monaten ungewöhnlich stark gestiegen, wie aus Untersuchungen von Wall Street-Analysten und einer Analyse von IMS Health hervorgeht.

Ein Anstieg um neun Prozent, das habe es seit vielen Jahren nicht mehr geben. Wie die New York Times in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, haben demokratische Kongress-Abgeordnete nun eine Untersuchung der Preis-Politik der Pharmakonzerne verlangt.

Vermutet wird, dass die Preiserhöhungen vorsorglich – mit Blick auf mögliche Einschnitte durch die kommende Gesundheitsrefom – gemacht wurden. Besonders bekämpft hatte die Industrie in den Reformverhandlungen etwa den Vorschlag, dass Medicare ab sofort mit den Herstellern selbst über Preise verhandeln darf, schreibt die NYT.

Die Arzneimittelhersteller weisen den Vorwurf der vorauseilenden Preiserhöhung zurück. Dies sei nötig geworden, damit auch in den wirtschaftlich schweren Zeiten Mitarbeiter bezahlt werden und Geld in die Forschung investiert werden kann.

Die Abgeordneten haben derweil das Government Accountability Office (G.A.O.), einen unabhängiger Ausschuss des Kongresses, aufgefordert, eine schnelle Untersuchung der Preisanstiege durchzuführen.

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