Glückliche Patienten dank McDoc? Erste Franchaise-Arzt-Kette am Start

Was für Kaffee, Brötchen, Waxing oder Hamburger funktioniert, soll jetzt auch den Gang zum Arzt revolutionieren: das Unternehmen Viecare aus dem bayrischen Niedernberg will ab sofort nach übertragbarem Prinzip einen bundesweiten Verbund für niedergelassene Ärzte initiieren. Haupt-Zielgruppe: (Junge) Ärzte, denen – wegen der großen bürokratischen Auflagen usw. usw.– die rechte Motivation fehlt, sich als Mediziner mit eigener Praxis selbstständig zu machen.

Bis zu 200 Arztpraxen im einheitlichen Viecare-Look will GmbH-Geschäftsführer Wolfgang Bachmann noch in diesem Jahr unter das Markendach bekommen – genügend Erfahrung hat er ja, als Vorstandsvorsitzender der VR Consult AG (“Ihr kompetenter und zuverlässiger Partner für die wirtschaftliche Beratung von Unternehmen – speziell im Banken- und Pharmabereich”) oder geschäftsführender Gesellschafter der Medizin-QM GmbH (“Beratung niedergelassener Ärzte bei der Entwicklung und Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen”) – die wiederum auch haftende Gesellschafterin der Viecare ist.

Was ein Arzt für den ViecareService bezahlen muss, verrät Bachmann nicht. Es gäbe eine Grundgebühr, der Rest sei nach Wunsch kombinierbar. Wie es konkret aussieht, wenn ein Mediziner eine Franchaise-Praxis führt, zeigt der kurze WDR-Beitrag von der gestrigen Eröffnung der ersten Muster-Praxis in Kamp-Lintford.

Richtig viel erfährt man allerdings nicht, außer: Alles schön hell und grün hier, und es duftet gut – und überall gleich, natürlich. Außerdem sollen die Patienten weniger warten und diskreter empfangen werden.

Na, wenn es so einfach ist, glücklichere Patienten zu haben….

Leave a Comment