Bashing oder Fortschritt? AOK startet Online-Ärztecheck

Unkontrollierter Aufruf zum hemmungslosen Arzt-Bashing? Schon lange überfällige Möglichkeit für Patienten, ihre Meinung zu sagen?

Schon lange vor dem Start war  der Online-Arzt-Check heftig umstritten, heute geht es dennoch los: Der AOK Bundesverband und die Weiße Liste starten ihre Internentbefragung, die Pilotphase beginnt in Hamburg und Berlin. Thüringen wird in Kürze als dritte Region hinzukommen. AOK-Versicherte aus den drei Gebieten können teilnehmen und ihren Ärzten ein Zeugnis ausstellen.

Um den von nicht wenigen Medizinern befürchteten Missbrauch zu verhindern, wurden diverse Sicherheiten in den Fragebogen eingebaut: Im Mittelpunkt stehen weniger medizinische als soziale, kommunikative und organisatorische Aspekte. Raum für eigene Formulierungen gibt es nicht. Pro Arzt können die Patienten nur ein Urteil abgeben. Zum Abschluss steht allerdings schon die Frage, ob der Patient seinem besten Freund diesen Arzt empfehlen kann. Die Ergebnisse sollen auch den Versicherten anderer Kassen zugänglich sein. Voraussetzung für die Veröffentlichung der Ergebnisse eines Arztes ist, dass eine mindestens zweistellige Anzahl an Beurteilungen vorliegt. Die beurteilten Doktoren haben die Möglichkeit, die Zeugnisse zu sperren, was dann allerdings vermerkt wird.

Ab Herbst 2010 sollen die Befragungsergebnisse zu den niedergelassenen Ärzten veröffentlicht werden….Wann kommt die Version für alle Kassen?

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