Neuer Ärger um Wundermittel… Was macht ein Medizinjournalist?

Was tut Werner Bartens nun angesichts der massiven Kritik, die ihm angesichts seines im SZ-Magazin erschienenen Artikels “Der Wunderheiler” entgegen gebracht wird? Das frage ich mich, das fragen sich viele Kollegen.

In Stationäre Aufnahme weisen die Autoren auf zahlreiche Punkte hin, in denen es der Journalist an Informationen mangeln lässt: Die Studienlage schlechter als behauptet, das Thema ist (auch Bartens) nicht neu, das Patent und die Wortmarke zur Vermarktung der neuen Wundersalbe längst angemeldet….

Es geht mir nun nicht darum, die Arbeit anderer Journalisten zu kontrollieren – das ist auch nicht unser Job. Wenn nun aber indirekt die Frage nach der Qualität des Medizinjournalismus (in Zeiten von Blog, Twitter & Co.) gestellt wird, sollte man auch nicht so tun, als ob man von Beiträgen wie “Wundersalbe II.” (s.o.) oder “Sanamander: Neues Wundermittel, bekannte Werbemechanismen” nichts wüsste. Der Check des Handelsregister gehört zum Beispiel natürlich zum Basis-Handwerk jeden Journalisten und auch Werner Bartens weiß das.

Nicht nur, weil ich aber auch gelernt habe, dass man immer beide Seiten zu Wort kommen lassen soll, habe ich Werner Bartens eine Mail geschrieben und ihn gebeten, zu der Kritik Stellung zu nehmen. Ich bin sehr gespannt, ob und was er antwortet.

2 Comments

  1. Marc says:

    Ich bin sehr gespannt, was, wie und v.a. wann eine Antwort von Werner Bartens kommt. Ich muß gestehen, daß ich die Geschichte selbst vor 10 Tagen staunend gelesen habe. Etwas seltsam kam mir die ganze Sache vor, aber andererseits hat Werner Bartens dann doch einen gewissen Vertrauensbonus bei mir.

    Die Hintergrundinfos, die die Stationäre Aufnahme recherchiert hat, machen allerdings doch etwas skeptisch. Ich hoffe allerdings, daß es ne vernünftige (Auf)Klärung gibt.

  2. strappato says:

    Ich hatte Werner Bartens einige Tage vor der Veröffentlichung des Blogpostings eine E-Mail geschrieben, auf die ich bisher keine Antwort erhalten habe. Konkret ging es dabei um die von ihm im Artikel erwähnten peer-reviewten Paper.

Leave a Comment