UPDATE II: Pharmakonzern Roche vor massivem Stellenabbau?

Dass der Pharmakonzern Roche an einem massiven internationalen Sparprogramm arbeitet, ist schon länger bekannt. Ein Insider, der “über beste Kontakte in die Konzernzentrale” verfüge, sagte der Schweizer Zeitung “Sonntag” nun, dass in dieser Woche ein größerer Stellenabbau beschlossen werde. “An der Konzernleitungssitzung von Anfang Woche ist das ein Thema.”

Vom Abbau sollen alle Bereiche der Pharma-Division betroffen sein, also nicht nur der Verkauf, sondern auch die Forscher und Entwickler, die Produktions- und die Verwaltungsmitarbeiter, heißt es im “Sonntag” weiter. Konzernchef Severin Schwan habe dies vor ein paar Wochen an einer  Managementkonferenz klargemacht”, sagte der Informant.

Laut “Sonntag” bestreite die Medienstelle, dass das Management bereits diese Woche über den Abbau entscheiden werde. Bestätigt wurde wohl, dass kürzlich eine Managementkonferenz stattgefunden hat und dabei das Sparprogramm zur Sprache kam.

Da klingen einem die Wort von Konzernchef Severin Schwan noch im Ohr: “Wenn die Preise sinken, schlägt dies auf den Gewinn durch. Es gibt nur einen Weg, dies zu kompensieren: bei den Kosten. So einfach ist das.”

Ob auch Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sind, ist nicht bekannt, ich warte noch auf eine Rückmeldung der deutschen Pressesprecher.

UPDATE, 1. September 2010

Ja, es gebe grundsätzliche Überlegungen zur weiteren Ausrichtung, erklärt Roche-Pressesprecher H. U. Jelitto. Was, wer, wann und wo wollte (und konnte) er allerdings nicht berichten. Bleibt also abzuwarten, was wird. Zu den Sparplänen dürften sicherlich Rückschläge wie die FDA-Bremse für TDM-1 und die verschiedenen Player (Genetech, Chugai) geführt haben.

UPDATE. 3. September 2010

Wie die Schweizer Handelszeitung berichtet, wird es langsam konkret: Roche will sparen und startet doe konzernweite Initiative “Operational Excellence”. Informationen über konkrete Massnahmen und mögliche Auswirkungen auf den Stellenbestand würden vor Ende des Jahres bekannt gegeben, hieß es. Die Umsetzung der Massnahmen sind demnach im Zeitraum 2011 und 2012 vorgesehen.

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