Lucentis & Avastin: Genentech ködert Ärzte

Lucentis oder Avastin? Die Diskussionen, welches Mittel nun bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration eingesetzt werden kann, darf und soll (vgl. FAZ-Artikel vom 3.2.2010), bekommt wieder neuen Schwung: Eine wenn auch sehr kleine Studie , veröffentlicht in Eye (2010; doi: 10.1038/eye.2010.147), kam zu dem Ergebnis, dass man Avastin nun endlich auch als Augenmittel zulassen soll, unterschieden sich die beiden Präparate nur hinsichtlich der Häufigkeit der benötigten Injektionen. Avastin (Bevacizumab) musste im Verlauf des ersten Jahres im Durchschnitt acht Mal injiziert werden, bei Lucentis (Ranibizumab) waren nur vier Injektionen notwendig. Eine kleine Untersuchung wie diese (22 Patienten) wird zwar noch nicht den großen Erkenntniswandel herbeiführen (und die AMD-Zulassung durch Roche für AMD), aber sie ist ja auch nur die erste von vier Untersuchungen zum gleichen Sujet – auch VIBERA aus Bremen ist bekanntermaßen noch im Rennen….

Derweil berichtet Andrew Pollack von der NYT von einem neuerlichen Versuch, zu vermeiden, dass Ärzte statt des teuren Lucentis (1500 Euro pro Injektion) das billigere Avastin (50 Euro) zu verwenden: Hersteller.Konzern Genetech ködert seit dem 1. Oktober die Ärzte mit fetten Prämien…..

Genentech has begun offering secret rebates to eye doctors as an apparent inducement to get them to use more of the company’s expensive drug Lucentis rather than a less costly alternative. nder the program, which started on Oct. 1, medical practices can earn up to tens of thousands of dollars in rebates each quarter if they use a lot of Lucentis and if their usage increases from the previous quarter, according to a confidential document outlining the program that was obtained by The New York Times.

Hier die ganze Geschichte: Genentech Offers Secret Rebates for Eye Drug

Und das schreibt das Deutsche Ärzteblatt zum Thema.

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