Rote Hand Briefe: Mängel bei Boehringer-Produkten

Schon wieder Boehringer? Mit Rote-Hand-Briefen rät die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) Medizinern vor Verabreichung des Krebsmedikaments Torisel (hier:nur das Verdünnungsmittel, Hersteller: Pfizer) und Ceplene (Hersteller: Media) die Durchstechflaschen visuell überprüfen, um das Vorhandensein von Partikelverunreinigungen auszuschließen. Hintergrund sind bedeutende Mängel der Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP) bei der Herstellungsstätte Ben Venus Laboratorien (BVL), in der Ceplene hergestellt worden ist.

Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte könnten weitere Warnhinweise folgen. BVL ist ein Tochter-Unternehmen von Boehringer Ingelheim, ein Sprecher wollte den Fall nicht weiter kommentieren.
Wie dapd berichtet, stellt BVL Präparate für verschiedene Wettbewerber her, zum Beispiel auch das Krebsmittel Doxil für Johnson&Johnson (J&J). Dieses stehe wegen Produktionsproblemen nicht mehr ausreichend zur Verfügung, heißt es in dem Bericht. 2.700 Menschen stünden auf einer Warteliste von J&J.

Boehringer kommentiert den Fall nicht, da eine ausländisches Unternehmen betroffen sei.

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