Bestes Beispiel Arzneimittelforschung: Das Utilitarismus-Problem

Serendipity zulassen!

So könnte man den Gastbeitrag, den Gerd Folkers, Professor für Pharmazeutische Chemie an die ETH Zürich, für Spiegel online verfasst hat, überschreiben. Der Leiter des Collegium Helveticum – ein Institut, in dem transdisziplinäre Herangehensweisen an komplexe Fragestellungen erprobt werden – setzt sich kritisch mit dem zunehmenden Trend zum Utilitarismus auseinander. In seinem Stück, erschienen am 10. Oktober im Ressort Wissenschaft, erklärt er, warum der “Zwang zu Nutzen” die Freiheit der Forschung bedroht – und warum dies in der Arzneimittelforschung dazu führt, dass große Entdeckungen doch schon länger auf sich warten lassen.

Ob man bei GlaxoSmithKline auch wieder verstärkt auf den Faktor Serendipity setzt? In der vergangenen Woche erklärte der Konzern jedenfalls in UK, dass man die Daten aus klinischen Studien freigeben will – für andere Wissenschaftler, wenn diese damit begründet selbst weiterforschen möchten. Eine interessante Idee – oder der einzige mögliche Weg? Ich werde berichten…

2 Comments

  1. Mir stieß der Utilitarismus in der Politik der Bonner B-Philosophen um Honnefelder auf. Damit sollte vor allem die Bioethik-Konvention des Europarates durchgesetzt werden. Als dann Peter Singer als philosophischer Freund bemüht wurde geriet das zur Groteske.
    Heute festzustellen, dass die damals höchst interessierte Pharma-Industrie nun aus Eigennutz einen 180-Grad-Schwenk vollziehen könnte ist erneut eine Groteske.
    Wer hätte das von den Freunden aus der Iserlohner-Erklärung gedacht? http://www.fuente.de/bioethik/iserlohner_aufruf.htm

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