Angela Merkel und die Apotheken Umschau

merkel_apothekenumschau
Wirklich oft habe ich Angela Merkel nicht über das Großthema Gesundheitspolitik referieren hören. Daher war ich doch gespannt, als ich das Interview mit der Kanzlerin entdeckte, dass nun in der Apotheken Umschau (Ausgabe Juli 2013) veröffentlicht wurde.

Hier die schnelle, ernüchterte Zusammenfassung:

In dem Gespräch mit den beiden Chefredakteuren verspricht die Kanzlerin den Pharmazeuten selbstredend, dass es mit den Christdemokraten auch nach der Wahl bei deren Lieblingsgeschäftsmodell bleiben wird (inhabergeführt, keine Ketten), dass private Versicherungen sich bewährt haben usw. Also, nichts Neues. Dennoch merkt man, dass Angela Merkel meist über andere Themen spricht, nicht über die Gesundheitspolitik…

Frage: Auch Ärzte profitieren von Privatpatienten. Sie können höhere Rechnungen als bei Kassenpatienten stellen. Ist das gerecht?

Angela Merkel: Ärzte erhalten ihre Vergütung aus der Versorgung aller – gesetzlich und privaten Versicherten. Die Vergütungsstrukturen in den beiden Systemen sind unterschiedlich, aber für alle in Deutschland gibt es eine gute medizinische Versorgung.

Auf die Frage nach der “Gerechtigkeit” hat diese Ausführung eher wenig zu tun und was ist nun eine “gute medizinische Versorgung”? Das wollen scheinbar auch die Chefredakteure der Apotheken Umschau wissen, motivierte Rückfrage:

Frage: Warum?

Angela Merkel: Dank der Gesamteinnahmen aus beiden Systemen gibt es eine dichte und gute ärztliche Versorgung in Deutschland.

Na, dann!

Die nächste Apotheken Umschau will ich auch haben – dann geht es um “Gute Medizin für alle”!

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