Ärzte arbeiten – umsonst? zu teuer?

Im aktuellen Gerangel um die Honorare für niedergelassene Ärzte bieten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) – dessen neuer Chef Gassen gern 5 Mrd. Euro mehr für seine Mitglieder möchte – und der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) – die eher an Einsparungen interessiert sind – die unterschiedlichsten Studien an, um den Wahrheitsgehalt ihrer Forderungen zu unterstreichen. Während die offiziellen Verhandlungen hinter geschlossenen Türen ablaufen, liefern sich die Pressesprecher Roland Stahl (KBV) und Florian Lanz (GKV) ein hübsches Kräftemessen über die sozialen Medien.

So laufen die Verhandlungen – im Netz:

Das fordert die KBV:

Oder kurz gesagt:

Zur Sicherheit gibt es auch Plakate vor dem KBV-Stammsitz in Berlin:

und einen praktischen Handzettel zum Runterladen.

GKV-Spitzenverbands-Sprecher Florian Lanz hatte am Montag schon mal seinen Pflock eingeschlagen:

Und überhaupt!

Und auch heute hält er dagegen:

Das empört KBV-Mann Roland Stahl:

Die Feststellung, dass es bei allem Säbelrasseln dennoch ein Trugschluss bleibt, zu denken, dass mehr Geld automatisch den Patienten zugute kommt, bringt eine Twitterin auf den Punkt:

Eine gute Frage kommt von Jörg Sauskat, Referent Gesundheitspolitik bei den Grünen:

Es bleibt spannend, auf was sich die Parteien einigen werden.

Update 20.8.: Der erste Verhandlungstag brachte erwartungsgemäß keine Einigung. Weiter geht es am Mittwoch in einer Woche.

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