Forscher warnen: Medizinische Literaturdatenbanken in Deutschland vor dem Aus

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Das DIMDI verkündete im Februar, Ende 2016 den Betrieb seiner umfangreichen Datenbanken einzustellen, mit denen systematische Recherchen zur medizinischen Evidenz möglich sind. Ein Teil der Angebote sollte eigentlich an die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin abgeben werden – doch für diese kam jetzt eine Hiobsbotschaft: Sie wird wohl komplett geschlossen, berichtet Hinnerk Feldwisch die ganze Entwicklung für DAZ.online. Den gesamten Beitrag lesen Sie hier.

„Für das deutsche Gesundheitswesen ist das katastrophal, weil es dann keinen Zugang zu der Literatur mehr gibt“ sagt Helge Knüttel der bei der Universitätsbibliothek Regensburg für die Informationsvermittlung in der Medizin zuständig ist. Nach Einschätzung von Knüttel ist die Informationsversorgung in der Medizin in Deutschland ohnehin sehr schlecht aufgestellt. „Dass jetzt die letzten Angebote abgeschafft werden, ist ein Armutszeugnis“, sagt er. Es steht zu befürchten, dass zukünftig Informationsangebote noch häufiger aus interessengeleiteten Quellenkommen könnten – wenn die Entscheidungen nicht doch noch überdacht werden. Gegen die Schließung der ZB MED wurde zwischenzeitlich eine Petition gestartet.

 

 

 

 

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