Verliehen: Memento Preis 2017

Der Memento Journalistenpreis in Form eines Recherchestipendiums geht in diesem Jahr an den freien Wissenschaftsjournalisten Kai Kupferschmidt.

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Über seine Artikel in führenden deutschen Medien trägt er dazu bei, öffentlich Aufmerksamkeit für vernachlässigte Krankheiten zu schaffen. Mithilfe des Recherchestipendiums möchte Kupferschmidt einen Artikel über die Parasitenerkrankung Drakunkolose im Tschad realisieren.

Der Memento Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten geht dieses Jahr an Dr. Dr. Carsten Köhler und Prof. Dr. Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin der Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Jury würdigt damit den Beitrag der beiden Wissenschaftler zu einer verbesserten Therapie schwerer Malariaverläufe. „Herr Köhler und Herr Kremsner konnten in klinischen Studien zeigen, dass das Medikament Artesunat nur dreimal intramuskulär verabreicht werden muss, um seine volle Wirkung zu entfalten“ sagt der Jury-Vorsitzende Prof. Stefan Kaufmann vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. „Bereits nach 24 Stunden waren bei 80 Prozent der Patienten 99 Prozent der Parasiten eliminiert. Gerade in Kontexten, in denen oft sehr viele Kinder gleichzeitig gegen schwere Malaria behandelt werden müssen, macht ein derart verkürztes und vereinfachtes Behandlungsregime viel aus.“

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