Über mich

Nicola Kuhrt

Meine Themen von Beginn an: Lobbyismus im Gesundheitssystem, Arzneimittelpreisbildung, mehr Transparenz bei Klinischen Studien. Darüber blogge ich hier auf kuhrtgesagt.de.

Beruflicher Hintergrund: Nach Uni und Volontariat habe ich das Wissenschaftsressort der Westdeutschen Zeitung aufgebaut. Ich war Online-Chefredakteurin von DAZ.online (bis März 2017), zuvor Redakteurin im Wissenschaftsressort von SPIEGEL ONLINE. Erfahrungen aus vielen Jahren freier Arbeit für Süddeutsche Zeitung, Financial Times Deutschland, Zeit und FASZ.

Preise und Projekte:

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Foto: Memento Preis 2015 © Sebastian Bolesch

Seit 2015 bin ich Jury-Vorsitzende des Memento-Preises gegen vernachlässigte Krankheiten. Ich bin im Vorstand der WPK – die Wissenschaftsjournlisten.

Für die Recherche „Schuss ins Auge“ (Die Zeit, 2008) habe ich den Heureka Preis erhalten. Später gewann ich für „Der Pharmamarkt? Ein Bazar“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) den Peter Hans Hofschneiderpreis. Das Stipendium führte mich nach Indien, wo ich über klinische Studien recherchierte. Das Ergebnis gab es dann auf SPIEGEL ONLINE nachzulesen. In 2010 erhielt ich als erste Deutsche den Best Cancer Reporter Award.

Bereits einige Male konnte ich als Mentorin für junge Wissenschaftsjournalisten arbeiten, etwa im Auftrage der Initiative Wissenschaftsjournalismus, wobei ich mich so alt eigentlich gar nicht fühle. In 2013 dürfte ich Friedrich Lindenberg, Fellow bei Knight-Mozilla, durch den Kosmos SPIEGEL ONLINE geleiten. „Bringing new ideas in the newsroom“ war grob zusammengefasst die Idee hinter dem Projekt, das schlaue Köpfe in die Medienredaktionen auf der ganzen Welt schickt.

Ebenfalls so eine Idee ist die #datenlese: Aus Begeisterung an dem Ding, das alle gern „BigData“ nennen, startete ich mit Kollegen des SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE den Blog #datenlese. Der Anspruch war und ist kein geringer: Neue Zusammenhänge in Wissenschaft und Politik sollen kenntlich werden, um die Öffentlichkeit bestmöglich zu informieren. Datenschätze der digitalen Welt sollen geborgen und die Geschichten dahinter erzählt werden.

Ich bin auf Twitter und manchmal auch auf Facebook.

Viel zu selten arbeite ich derzeit als Gutachterin für medien-doktor.de – the German HealthNewsReview (derzeit ist Pause). Die Idee hinter der Initiative ist keineswegs das Bashing anderer Kollegen, wie es mancher zu Beginn befürchtete. Anhand einheitlicher Kriterien wird die Qualität der medizinischen Berichterstattung am Beispiel aktueller Artikel oder Fernsehbeiträge begutachtet.

Zusammen mit Peter Wensierski veröffentlichte ich im Mai 2013 im SPIEGEL die Recherche „Günstige Teststrecke“, darin berichteten wir über die heimlichen Geschäfte westlicher Pharmakonzerne in der DDR. Der Artikel führte zu einer aktuellen Stunde im Bundestag, der damalige Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) stoppte die Vernichtung von Krankenakten in allen betroffenen Ostkliniken. Anfang 2014 bekam ich für diese Recherche den Titel „Wissenschaftsjournalistin des Jahres“ durch das Medium Magazin verliehen.indoreavil

Im September erschien im SPIEGEL die Geschichte „Am eigenen Leib“. Wer testet eigentlich neue Medikamente? Veronika Hackebroich, Sven Glüsing und ich haben recherchiert – in Indien, Südamerika und Osteuropa. Wir haben Menschen getroffen, die Proband waren. Ihre Geschichten zeigen, was falsch läuft im internationalen Geschäft der Pharmakonzerne.

Wenn es die Zeit zulässt, engagiere ich mich bei Netzwerk Recherche. Natürlich trifft man mich auch bei der „Wissenswerten“ – die seit 2013 durch die Wissenschaftspressekonferenz organisiert wird.